Renate Blume

 

 



Renate Blume wurde 1944 in Bad-Wildungen (Hessen) geboren. 1956 zog die Familie nach Dresden und das 12-jährige Kind wurde Schülerin im Kinderballett der berühmten Palucca-Schule. Die Eltern wollten aber, dass ihre Tochter das Abitur erwirbt und Medizin oder Pädagogik studiert. Jedoch besuchte das junge Mädchen viel lieber das Theater. Heimlich machte Renate Blume an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin die Aufnahmeprüfung.
Sie bestand und nach dem Abitur studierte sie in Berlin Schauspiel. Bereits während des Studiums hatte sie das Glück, bei Konrad Wolf in dem viel diskutierten Gegenwartsfilm "Der geteilte Himmel" nach dem gleichnamigen Roman von Christa Wolf die weibliche Hauptrolle der Rita zu spielen. Der Film hatte 1964 Premiere und wurde ein nationaler und internationaler Erfolg. Von 1965-70 arbeitete sie am Dresdner Staatstheater, dem sie bis 1986 als Gast treu blieb. Anfang der siebziger Jahre meldeten sich Film und Fernsehen sehr eindringlich bei der talentierten Schauspielerin und sie wurde Ensemblemitglied beim Deutschen Fernsehfunk (DFF). Sie spielte in zwei Jahrzehnten in über 40 Fernsehproduktionen und in sechs DEFA-Filmen Hauptrollen. Darunter in den Fernsehmehrteilern "Die Bilder des Zeugen Schattmann" (1972, Esther Schattmann, Regie: Kurt Jung-Ahlsen) und "Die sieben Affären der Juanita" (1973, Anita, Regie: Frank Beyer). Mehrmals sieht man sie in Folgen der Krimiserie "Polizeiruf 110". Mit Regisseur Martin Eckermann dreht sie TV-Streifen wie "Maria Tudor" und "Candida". Gemeinsam mit Kaspar Eichel drehte sie mehrere Filme beim DFF: "Väter und Söhne" (1971), "Die zertanzten Schuhe" (Kinderfilm, 1976), "Der Leutnant vom Schwanenkietz" (1975, u.a. mit Jürgen Zartmann), Polizeiruf 110 "Die lieben Luder" und die 13-teilige Kundschafterserie "Front ohne Gnade".
Für die DEFA stand sie in dem Indianerfilm "Ulzana" an der Seite von Gojko Mitic und Rolf Hoppe vor der Kamera und in "Kit & Co" (Regie: Konrad Petzold) spielte sie mit Manfred Krug und Armin Müller-Stahl. Nach der Wende war sie auf fast allen Fernsehkanälen in unterschiedlichsten Charakterrollen präsent, so u.a. in "Praxis Bülowbogen", "Großstadtrevier", "Polizeiruf 110" und "In aller Freundschaft"(alle ARD), in "Eine kleine Affäre", "Stadtindianer", "Ein besonderes Paar", "Der Mann am Zug" und "Unser Lehrer Dr. Specht" (alle ZDF) oder auf SAT 1 in "Für alle Fälle Stephanie", "Edel und Starck", "Wolfs Revier" und für RTL "Die Anstalt - zurück ins Leben" und "Abschnitt 40". Derzeit sieht man sie in der ZDF-Serie "Fünf Sterne" in einer Hauptrolle.
Zunehmend wurde im Leben der Renate Blume ab den neunziger Jahren auch das Theater wieder wichtig: Sie war auf Tournee mit den Stücken DIE GLASMENAGERIE von Tennessee Williams und TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN von Arthur Miller, gastierte an den Landesbühnen Sachsen in DER TOD UND DAS MÄDCHEN und beim Theaterkahn in Dresden, spielte am Theater am Dom in Köln, in der Kleinen Komödie am Max II in München, am Theater am Kurfürstendamm, am Winterhuder Fährhaus in Hamburg, bei den Störtebeker Festspielen in Ralswiek auf der Insel Rügen und im Theater an der Kö in Düsseldorf.
Am Berliner Kriminal Theater  ist sie aktuell   in der Kriminalkomödie ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN zu sehen.