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Klaus
Rätsch wurde 1942 in Berlin "direkt neben der Volksbühne", wie er
anmerkt, geboren. Das konnte natürlich nicht ohne Folgen bleiben: Er wurde,
dem Schicksal gehorchend, Schauspieler. Seine Ausbildung erhielt er an der
bekannten Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch".
Seither hat er zahlreiche Rollen, auch viele Titelrollen, gestaltet. So war
er z. B. der alte Faust im URFAUST, (Mecklenburgisches Landestheater
Parchim); Nathan in NATHAN DER WEISE (Parchim und Theater Annaberg) und der
Geizige in Molieres berühmter Komödie (Theater Schwedt).
Am Landestheater Schleswig sah man ihn in HAIR I und DAS DSCHUNGELBUCH (dort
als Affenkönig), im Tourneetheater Landgraf in Brechts GALILEO GALILEI, am
Theater Meiningen in WAS IHR WOLLT, am Theater Stralsund in Heiner Müllers
TRAKTOR / SCHLACHT und Plenzdorfs LEGENDE VOM GLÜCK OHNE ENDE, am Theater Anklam in Kleists DER ZERBROCHENE KRUG und am Theater
Gera in Lessings EMILIA GALOTTI, Aristophanes´ LYSISTRATA und Hauptmanns DIE
RATTEN. Doch auch in Film und Fernsehen ist Klaus Rätsch häufig vertreten. Zu
DDR-Zeiten arbeitete er mit bekannten Regisseuren wie Hermann Zschoche und Peter Wekwerth
zusammen. Unvergessen ist aus dieser Zeit die beliebte Serie "Treffpunkt
Flughafen" (Regie: Manfred Mosblech). Nach der
Wiedervereinigung eroberte Klaus Rätsch auch die westlichen Fernsehkanäle:
Für die ARD stand er in "Liebling Kreuzberg" und "Schloss
Einstein" vor der Kamera, für das ZDF in "Der letzte Zeuge",
für RTL in "Die Straßen von Berlin" und für SAT 1 in "Sommer
& Bolten".
Im Berliner Kriminal Theater spielt er in DIE ZWÖLF GESCHWORENEN
,
DIE MAUSEFALLE und ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN. Seit April 2010 ist er im
Agatha-Christie-Krimi ZEHN KLEINE NEGERLEIN als Dr. Armstrong zu sehen.
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