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Ulrich Voß wurde 1938 in Rostock geboren. Von 1956 bis 1961 studierte
er an der Universität Rostock in den Fächern Romanistik und Klassische
Philologie. Nach dem Diplom begann er ein Zweitstudium als Schauspieler an
der Theaterschule Rostock (1961-63), worauf sich sofort ein Engagement am
Volkstheater Rostock anschloss. Nachfolgend war er in zahlreichen Rollen auf
der Bühne sowie im Film, Rundfunk und Fernsehen zu erleben, u.a. als Jean in FRÄULEIN JULIE von August Strindberg,
als John in DIE RATTEN von Gerhart Hauptmann oder als Falstaff
in HEINRICH IV von Shakespeare.
Seit 1978 arbeitet Ulrich Voß freiberuflich. Er
gastierte u.a. in Berlin am Deutschen Theater, am
Berliner Ensemble, an der Volksbühne und am Theater im Palast. Von 1984-86
war er Regisseur beim Staatlichen Rundfunk der DDR und seit 1986 Ensemblemitglied
der Volksbühne, wo ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit den Regisseuren
Christoph Marthaler (Die Zehn Gebote) und Frank Castorf verbindet (z.B. DÄMONEN und DER IDIOT nach
Dostojewski).
Ulrich Voß trat auch als Dozent an der Hochschule
für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin und als Regisseur an
der Volksbühne, am carrousel-Theater Berlin und an
anderen Bühnen in Erscheinung. Sehr bekannt ist seine Synchronstimme, die er u.a. Lee Marvin, Robert Mitchum, Anthony Quinn und Oliver
Reed leiht. Im Fernsehen spielte er jüngst in den Produktionen "Rubicon" und "Aus Liebe zu Deutschland"
jeweils die Figur des Bundeskanzler Kohl und im Kino eine Episodenrolle im
Erfolgsfilm "Alles auf Zucker". Am Berliner Kriminal Theater spielt
Ulrich Voß die Rolle des Anwalts Sir Wilfrid Robarts im
Agatha-Christie-Klassiker ZEUGIN DER ANKLAGE unter der Regie von Wolfgang
Rumpf. In Friedrich Dürrenmatts ABENDSTUNDE IM SPÄTHERBST führte er Regie und
spielt die Rolle des Schriftstellers Korbes, in ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN ist
er als Jonathan Brewster zu sehen.
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