| Mord im Pfarrhaus |
Miss Marple ermittelt Kriminalstück von Agatha Christie |
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Bearbeitung: Ulrich Voß / Wolfgang Rumpf Regie: Wolfgang Rumpf Mitarbeit: Matti Wien Ausstattung: Manfred Bitterlich Mit: Anette Felber (als Miss Marple), Renate Pick / Vera Müller, Jutta Schröder, Sandra Steinbach / Sara Wehrs, Karl-Heinz Barthelmeus / Thomas Hailer, Max Haupt, Peter Groeger, Thomas Linke / Matti Wien und Arne Lehmann / Alexander Altorimianos |
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Agatha Christie - Queen of Crime Agatha Christie wurde am 15. September 1890 als jüngste von drei Kindern im englischen Seebad Torquay geboren. Zum Ärger ihrer Mutter lernte das Mädchen schon früh lesen. Als Agatha 11 Jahre alt war, starb ihr Vater; ein tiefer Einschnitt in ihr Leben, den sie später oft als das Ende ihrer Kindheit bezeichnet. Eigentlich wollte sie Opernsängerin werden, doch ihre Stimme war nicht kräftig genug. So reichte Agatha 1909 ihren ersten Roman bei einem bekannten Schriftsteller zur Beurteilung ein: der bestätigte ihr ein gutes Gefühl für Dialoge. Im Kriegswinter 1914 heiratete sie Archibald Christie. Als der Krieg vorbei war, zog das junge Paar nach London. Agatha arbeitete in einer Krankenhausapotheke, eine Arbeit die ihre Kenntnisse im Bereich der verschiedenen Gifte vertiefte, was für ihre späteren Bücher eine große Hilfe war. Als es ihr einmal dort langweilig wurde, ersann sie eine Kriminalgeschichte. So wurde der exzentrische, scharfsinnige, kleine Belgier Hercule Poirot geboren. 1920 erschien die Geschichte als "The Mysterious Affair at Styles" (Das fehlende Glied in der Kette). In den nächsten Jahren schrieb sie weitere erfolgreiche Krimis. Der Tod von Agathas Mutter 1926 war ein Schock. Und auch in ihrem Privatleben gab es Probleme: Archibald gab zu, daß er ein Verhältnis mit einer anderen Frau hätte. Dies führte im Dezember 1926 zu Agathas "Verschwinden". Für elf Tage war sie unauffindbar, ihr Wagen wurde in einem Straßengraben leer aufgefunden. Agatha hatte sich unter einem falschen Namen in einem Hotel einquartiert. Man nahm an, dass sie an einem kurzzeitigen Gedächtnisverlust litt. 1928 ließen sich Agatha und Archibald scheiden. In der nachfolgenden Zeit schrieb Agatha mehrere Krimis. Sie erfand Miss Jane Marple aus St. Mary Meads mit ihrem Interesse für die Natur der Menschen (das von Dorfbewohnern auch als Neugier bezeichnet wird) und ihrem messerscharfen Verstand. Im Februar 1930 reiste Agatha in den Orient, um archäologische Ausgrabungen zu besichtigen. Dort lernte sie den 15 Jahre jüngeren Archäologen Max Mallowan kennen. September 1930 heirateten die beiden in Edinburgh. Das Ehepaar erwarb ein Haus in London und die kleine Familie lebte glücklich zusammen. Agatha schrieb weiter erfolgreiche Kriminalromane und half auch bei den Ausgrabungen ihres Mannes. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges arbeitete Agatha wieder in einer Apotheke. In den Jahren des Krieges schrieb sie so erfolgreiche Texte wie "Zehn kleine Negerlein" oder "Das Böse unter der Sonne". Ab 1949 half die Autorin wieder bei archäologischen Arbeiten ihres Mannes; außerdem schrieb sie ihre Autobiographie. 1952 war die Uraufführung ihres Theaterstückes DIE MAUSEFALLE in London, das seither täglich aufgeführt wird. 1956 wurde Agatha Christie zum "Commander of the British Empire" ernannt. Mit 75 Jahren erschien ein weiteres Meisterwerk der Queen of Crime: "Bertrams Hotel". Am 12. Januar 1976 starb Agatha Christie in Winterbrook House. Im selben Jahr erschien das Miss Marple-Buch "Sleeping Murder" (Ruhe unsanft). |
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Inhalt Als Pfarrer Clement aus St. Mary Mead scherzhaft einen Mord am ewig nörgelnden Colonel Protheroe in Erwägung zieht, ahnt er nicht, dass es jemand in dieser Angelegenheit tödlich ernst meint. Ausgerechnet bei einem Besuch im Pfarrhaus, als sich der Colonel über Unterschlagungen von Kirchengeldern beim Pfarrer beschweren will, wird er umgebracht. |
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Zwar gesteht der Fotograf Lawrence Redding kurze Zeit später die Tat, doch wirken seine Angaben seltsam unglaubwürdig. Doch es
wird noch verwirrender: Anne Protheroe, die Frau des Colonel und Geliebte des Fotografen, legt ebenfalls ein Geständnis ab. So hat
es Inspektor Slack bald mit nicht weniger als sieben Verdächtigen zu tun, darunter auch die vorlaute Tochter des Toten, die
junge Pfarrersgattin, der Neffe von Clement und nicht zuletzt der Pfarrer selbst. Zum Glück war jedoch Miss Marple in der Nähe des Tatortes und hat allerhand gesehen.... |
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| Miss Jane Marple |
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Miss Jane Marple ist neben Hercule Poirot die zweite Lichtgestalt des Detektivromans aus der Feder Agatha Christies. Fans der
beiden diskutieren leidenschaftlich, wessen Romane die besseren seien und wer von beiden der bessere Detektiv. Agatha Christie ließ Miss Marple in insgesamt 12 Romanen und mehreren Kurzgeschichten ihre Untersuchungen führen. Ihren ersten Auftritt hatte sie 1930 in "Mord im Pfarrhaus" (The Murder at the Vicarage) und obwohl Miss Marple bereits zu diesem Zeitpunkt ziemlich betagt war, ließ Agatha Christie bis 1979 ("Miss Marple's Final Cases") noch elf weitere Romane mit ihr als Detektivin folgen. Die schrullige Miss Marple entsprach eigentlich nie richtig dem Bild des typischen Detektivs, wird oft von ihren Gegenübern unterschätzt. Dennoch triumphiert sie immer dort, wo die Polizei mit ihren Methoden scheitert. Agatha Christie sagte selbst einmal über Miss Marple, sie habe immer nur das Schlechteste von ihren Mitmenschen erwartet - und mit ihren düsteren Voraussagen Recht behalten. Die meiste Zeit verbringt Miss Marple - wenn sie nicht gerade mit Handarbeiten oder Teetrinken beschäftigt ist- damit, sich über winzige Details eines Mordfalls den Kopf zu zerbrechen, die für keinen Polizisten von Bedeutung zu sein scheinen. Ihre Fälle löst Miss Marple folglich nicht mit der Lupe in der Hand, sondern mit Hilfe ihres Instinkts und ihrer Menschenkenntnis. Miss Marple sagte selbst einmal treffend: "Human nature is the same everywhere" (Die Natur des Menschen ist überall gleich). In den 60er Jahren schlüpfte Margaret Rutherford in einigen Spielfilmen in Miss Marples Rolle und prägte damit das äußere Erscheinungsbild, das viele Krimifans bis heute von Miss Marple verinnerlicht haben, entscheidend. Interessanterweise war Agatha Christie gar nicht so glücklich mit der Besetzung ihrer Miss Marple durch Margaret Rutherford, entsprach diese doch so gar nicht der zerbrechlichen alten Dame in ihren Büchern. Auch Helen Hayes und die aus der beliebten Fernsehserie "Mord ist ihr Hobby" bekannte Angela Lansbury durften Miss Marple verkörpern. |
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