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Neuigkeiten

Interview mit dem Bestsellerautor Sebastian Fitzek

19. September 2018

BKT: Nach Seelenbrecher und Therapie kommt im September das dritte Stück von Ihnen auf die Bühne des Berliner Kriminal Theaters - schauen Sie sich die Stücke auch an?

SF: Ja, sehr gerne sogar. Ich finde es interessant, wie ein Regisseur meine Bücher versteht und inszeniert. Das ist ja noch einmal eine ganz andere Sichtweise. Und die Schauspieler des Kriminaltheaters setzen das großartig auf der Bühne um. Da sehe ich meine eigenen Figuren ganz anders lebendig werden. Ein tolles Gefühl!

BKT: Was ist Ihr Lieblings-Stück auf der Bühne? "Der Seelenbrecher" oder "Die Therapie"?

SF: Das ist so, als ob Sie mich fragen würden, welches meiner Kinder ich am liebsten habe.

BKT: Ihre Bücher sind sehr gruselig. Beim lesen Ihrer Bücher mache ich selber immer gerne viel Licht an und schaue, ob die Tür gut abgeschlossen ist. Haben Sie eigentlich Angst im Dunkeln?

SF: Im Dunkeln grusel ich mich eigentlich nicht, aber ich bin in anderen Situationen ein Weichei. Zum Beispiel fliege ich nicht so gerne. Ich hab zwar keine Flugangst, aber "Flugsorge", weil ich einfach nicht glaube, dass wir Menschen da oben hingehören. Und Psychofilme, da guckt meine Frau viel brutalere als ich.

BKT: Weshalb gruseln sich die Menschen so gern?

SF: Ich glaube, dass wir so unsere tiefsten Ängste verarbeiten. Die Leser beim Lesen und ich beim Schreiben. Psychologen sagen, dass das auch gut so ist.

BKT: "Passagier 23" spielt auf einem Kreuzfahrtschiff. Flugangst im Flugzeug: Wie verreisen Sie selbst?

SF: Ich fliege so wenig wie möglich. Inlandflüge eigentlich so gut wie nie. Da fahre ich lieber Bahn oder mit dem Auto.

BKT: Wie recherchieren Sie diese Details? Haben Sie eine Kreuzfahrt gemacht?

SF: Ja, ich war mehrmals auf einem Kreuzfahrtschiff und durfte dort sogar Lesungen halten. Und das, obwohl ich die Kreuzfahrtindustrie nicht sehr wohlwollend in "Passagier 23" darstelle. Aber mich hat ja auch noch keiner aus Berlin vertrieben, nur weil ich die Stadt regelmäßig mit Psychopathen bevölkere.

BKT: Auch in "Passagier 23" geht es um Kinder und Familie, genau wie in Ihren Büchern. Weshalb?

SF: Es heißt, dass jede große Geschichte in der Familie ihren Ursprung hat. Das ist kein Klischee, sondern eine Tatsache, die ja auch in der Psychotherapie eine große Rolle spielt. Und das Wichtigste innerhalb einer Familie sind nun mal die Kinder.

BKT: Was lesen Sie Ihren Kindern vor?

SF: Momentan „Jim Knopf“ von Michael Ende.

BKT: Welches Buch von Ihnen wird als nächstes dramatisiert?

SF: Das weiß ich noch nicht. Ich habe gehört, dass sowohl „Das Paket“ als auch „Flugangst 7A“ im Gespräch sind. Aber das sind bislang nur Gerüchte.