Krimi

Die zw├Âlf Geschworenen

Kriminalst├╝ck von Reginald Rose

Es ist der hei├česte Tag des Jahres. Ein Gewitter liegt in der Luft. An diesem Tag findet der letzte Tag eines schwerwiegenden und an sich eindeutigen Mordprozesses mit schier erdr├╝ckender Beweislast statt: Ein 17j├Ąhriger aus einem Slumviertel hat im Streit seinen Vater mit einem extrem auff├Ąlligen Springmesser erstochen. Die Anklage pr├Ąsentierte zwei glaubhafte Zeugen. Beide haben den Jugendlichen bei der Ausf├╝hrung der Tat beobachtet und ihn kurz darauf wegrennen gesehen.
Reginald Roses St├╝ck DIE ZW├ľLF GESCHWORENEN setzt mit dem Ende der Verhandlung ein, als sich die Geschworenen zur Beratung zur├╝ckziehen. Wir lernen zw├Âlf New Yorker M├Ąnner und Frauen v├Âllig unterschiedlichen Charakters und Temperaments kennen, deren einzige Gemeinsamkeit es ist, bestimmt worden zu sein, in diesem Mordproze├č einen einstimmigen Schiedsspruch zu f├Ąllen. In einem engen, von der Au├čenwelt abgeschlossenen Raum beraten sie dar├╝ber.
Da der Fall eindeutig ist, wird mit einem raschen Ende der Sitzung gerechnet. Elf der Geschworen sind sich sofort einig: Der Angeklagte ist schuldig. Einer jedoch stellt sich gegen die Mehrheit: Er hat einen begr├╝ndeten Zweifel und pl├Ądiert deshalb f├╝r nicht schuldig. Die Entscheidung ├╝ber Leben und Tod eines Menschen ist ihm mindestens eine faire Diskussion wert. Das Unverst├Ąndnis der Mitgeschworenen ist gro├č. Sie versuchen, den Zweifler mit mehr oder weniger stichhaltigen Argumenten von ihrem Schuldspruch zu ├╝berzeugen. Detailgenau werden noch einmal die Zeugenaussagen besprochen, die Tatwaffe erneut betrachtet, ebenso wie der Tatort-Plan und das Motiv. Und pl├Âtzlich, nach genauerer Analyse, scheinen die Beweise keineswegs mehr eindeutig. Die hitzigen Gem├╝ter sto├čen aufeinander, Reibereien, Streitigkeiten bestimmen die Diskussion. Die Atmosph├Ąre im Raum ist zum Zerrei├čen gespannt. Doch nach und nach wird die Mauer der Vorurteile und schnellen Schlu├čfolgerungen br├╝chig… Wie hoch ist das Risiko, einen Unschuldigen hinrichten zu lassen?

 

Besetzung:

Obmann

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

Nr. 8

Nr. 9

Nr. 10

Nr. 11

Nr. 12

Stimme des Richters

Karl-Heinz Barthelmeus / Gert Klotzek / Silvio Hildebrandt

Maria Jany

Katrin Martin

Gert Melzer

Alexandra  M. Johannknecht / Gundula Piepenbring

Mario Kr├╝ger

Wolfram von Stauffenberg

Matti Wien

Klaus R├Ątsch

Thomas Linke

Sara Wehrs

Kristin Schulze 

Matti Wien

 

Inszenierung: Wolfgang Rumpf, Ausstattung: Manfred Bitterlich

 

Dauer: ca. 2 Std. 20 Min., inkl. 1 Pause

Fotos: Sascha Funke

Sa /// 23.10.2021 / 20:00 Uhr

Mo /// 29.11.2021 / 20:00 Uhr